Am Wochenende ist mit Liu Yang die erste chinesische Astronautin ins All gestartet – exakt 3167 Tage nach dem ersten Raumflug eines Mannes aus dem Reich der Mitte. Verglichen mit den anderen Raumfahrtnationen liegt China damit im guten Mittelfeld. Lediglich Südkorea hat es geschafft, bei seinem ersten und bislang einzigen Raumflug gleich eine Frau loszuschicken (und das auch nur, weil sich der eigentlich vorgesehene männliche Astronaut beim Training in Russland daneben benommen hatte).

In allen anderen Fällen mussten Astronautinnen nach der ersten bemannten Mission ihres Landes kürzer oder länger auf ihre Chance warten. Apropos länger: Unangefochtener Spitzenreiter bei den größeren Raumfahrtnationen ist Deutschland mit einer Wartezeit von inzwischen 12.349 Tagen – and counting …
(Erläuterungen zum Diagramm: Berücksichtigt wurden nur staatliche Raumfahrtprogramme, keine Weltraumtouristinnen oder -touristen wie Helen Sharman, Anousheh Ansari oder Toyohiro Akiyama. Mit Tschechien und Polen liegen noch zwei andere Staaten bei der Wartezeit vor Deutschland, fallen aber nicht in die Kategorie der größeren Raumfahrtnationen. Namen und Daten, die dem Diagramm zugrunde liegen, finden sich in diesem Google-Document.)
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