Pac-Man frisst jetzt kleine Monde

Mrz
2010
29

In den Tiefen des Alls hat die Nasa Pac-Man wiederentdeckt. Der Computerspielheld der frühen 80er Jahre scheint eine Vorliebe für unschuldige Saturn-Monde entwickelt zu haben.


Pac-Man_540.jpgDie Temperaturverteilung auf dem Saturn-Mond Mimas, gemessen von der Raumsonde “Cassini”. (Foto: NASA/JPL/GSFC/SWRI/SSI)

Okay, es ist nicht wirklich Pac-Man, jenes gefräßige Tortenstück aus den Frühzeiten der Videospiele, das die heute veröffentliche Infrarotaufnahme des Saturn-Mondes Mimas zeigt. Aufgrund der Farben, die eigentlich die Temperaturverteilung auf dem nur 400 Kilometer großen Mond zeigen, kam aber selbst den Nasa-Kommunikatoren diese Assoziation.

Die hellsten, beinahe weißen Stellen, sind etwa minus 180 Grad Celsius warm, die kältesten, dunkelblauen Regionen bringen es lediglich auf minus 200 Grad Celsius – am Tag, wohlgemerkt. Möglicherweise variiert die Wärmeleitfähigkeit auf der Oberfläche derart stark, dass nicht die eigentlich erwartete gleichmäßige Temperaturverteilung gemessen wurde. Aufgenommen hat das seltsame Muster die Raumsonde Cassini aus einer Entfernung zwischen 38.000 und 67.000 Kilometern.

Zum wissenschaftlichen Wert der Aufnahmen kann ich wenig sagen. Ich finde es aber ein schönes Beispiel für gelungene Wissenschaftskommunikation.

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  • Autor: Alexander Stirn
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6 Antworten auf „Pac-Man frisst jetzt kleine Monde”

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cer

März 30th, 2010 at 10:28

Die ARD hat das etwas seltsam verarbeitet [Link] .
“Ein interstellares Kapitalverbrechen?”

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schmidt

März 30th, 2010 at 11:36

hihi das zaubert einen doch ein grinsen ins gesicht am morgen

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rambaldi

März 30th, 2010 at 16:12

It’s not a Moon, it’s a Spacestation.
Die Mannschaftsquartiere sind schlechter isoliert als die Waffensektion.

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Alexander Stirn

März 30th, 2010 at 19:15

@rambaldi: Richtig erkannt, schließlich hat Mimas nicht zu Unrecht den Spitznamen “Todesstern”.

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Ireneusz Cwirko

April 5th, 2010 at 08:56

@Alexander Stirn: “Zum wissenschaftlichen Wert der Aufnahmen kann ich wenig sagen. Ich finde es aber ein schönes Beispiel für gelungene Wissenschaftskommunikation.”
So ein wahre Satz findet man in dem Scienceblogs selten. Die meisten Blogger behaupten nämlich etwas zu wissen.
Die Erklärung für die “seltsame” Temperaturverteilung auf dem Mond ist trivial.
Dazu muss man die Mythen der heutigen Physik vergessen und die Realität anerkennen, dass die Gravitation nicht isotrop ist sondern die Größte gravitative Wirkung auf der Verbindungslinie zwischen zwei Himmelskörper herrscht.
Praktisch bedeutet dass für beliebige Ansammlung der Himmelskörper, dass die stärksten Raumoszillationen in der Rotationsebene gibt. Diese Oszillationen sind auch für die Oszillationen beliebiger untergeordneter Systeme, Elementarteilchen angeschlossen, verantwortlich.
Im Falle des Mimas ist aber die Rotationsebene nicht vom Mimas sondern von dem größten Elementen des System bestimmt, also von dem Saturn und dem Titan.
Weil die Rotationsebene des Mimas nicht in der Rotationsebene von Saturn und Titan liegt werden im Verlauf der Bahnbewegung des Mimas verschiedene Bereiche eine unterschiedliche Entfernung zu der Verbindungslinie zwischen Saturn-/Titan haben,also werden auch unterschiedlicher Stärkr der Oszillationen ausgesetzt. Einmal pro Umlauf ist das entweder Oben/links oder Unten/rechts Bereich. Weil der Bahn gebunden ist sind es immer die gleichen Bereich.
Deswegen auch Temperaturunterschied.
Ich glaube es werden jetzt die größten Genies unter euch auch verstehen müssen.

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Ireneusz Cwirko

April 5th, 2010 at 08:59

unten/links

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